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Irena Rüther-Rabinowicz. Witness of the century

On the trail of a Jewish artist

13. Apr 24 18. Aug 24

AI generated: The image shows the interior of an art gallery with several portraits on the walls. A painting in the centre shows a seated man in a suit, while other paintings and drawings hang on the surrounding walls.View of the exhibition | photo: Städtische Galerie Dresden, Philipp W. L. Günther

Irena Rabinowicz (1900 - 1979) was one of the first female students at the Dresden Academy of Art and quickly gained recognition in the Dresden art scene for her portrait painting. Her promising development came to an abrupt end in 1933: as a Jew, she lost all artistic opportunities and only her so-called "mixed marriage" saved her from the worst.

The portraits she created after 1945 offer a cross-section of Dresden society. The exhibition is dedicated to the work of the artist Irena Rabinowicz and presents the eventful history of her life.

Selbst Um 1922 GüntherSelbstbildnis
Bildnis Fotograf Hugo Erfurth 1925 GüntherBildnis Hugo Erfurth

Künstlerin & Jüdin

Unabhängig von ihrer Kunst lebte die Malerin einen selbstbestimmten, für ihre Zeit sehr progressiven Lebensstil. Sie stand für Künstlerkollegen Modell, ging mit ihrem Freund und Mentor Fritz Hofmann-Juan auf Reisen, widmete sich dem Reitsport und trat als Dressurreiterin im Zirkus auf. Dies alles endete abrupt im Jahr 1933 mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten. 

Irena Rabinowicz verlor ihre Mitgliedschaften in Künstlerverbänden und Reichskulturkammer und bald stellte auch keine private Galerie mehr ihre Werke aus. Bis Anfang 1945 überstand sie die bis zur Zwangsarbeit reichenden Repressalien. Im Februar 1945 verhinderten nur die Bombenangriffe auf Dresden ihre vorgesehen gewesene Deportation. 

KI generiert: Das Bild zeigt eine Frau in formeller Kleidung, die eine Zigarette in der Hand hält und direkt in die Kamera schaut. Der Hintergrund scheint ein Innenraum mit Vorhängen und einem Gemälde zu sein.

Neuanfang

Nach 1945 begann für die Künstlerin ein neues, wenn auch ebenfalls nicht unproblematisches Leben. Sie fügte sich in die gesellschaftlichen Entwicklungen und genoss als Verfolgte des Naziregimes sogar gewisse Privilegien. Diese Stellung nutzte sie jedoch nach der kulturpolitischen Hysterie der frühen 1950er Jahre nur noch sehr zurückhaltend. Sie blieb ihren künstlerischen Interessen treu und porträtierte weiter Personen aus dem Dresdner Kultur- und Geistesleben. Bis Anfang der 1970er Jahre schuf sie eine regelrechte Bildnisgalerie Dresdner Persönlichkeiten. Mit ihrem Lebenslauf ist sie ebenso wie mit den durch ihre Porträts festgehaltenen Kontakten im wahrsten Sinne des Wortes eine Jahrhundertzeugin. 

Zu Ausstellung und Katalog

Die Präsentation ihrer Werke und der Versuch der Rekonstruktion ihrer Biografie soll eine Lücke in der Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt Dresden schließen.

Ein Begleitbuch zur Ausstellung in deutscher und englischer Sprache erscheint im Sandstein Verlag (34 €, während der Ausstellung im Museumsshop 28 € / ISBN 978-3-95498-799-3).

 

Zur Publikation

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KI generiert: Das Bild zeigt das Logo und den Text der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Der Text informiert darüber, dass diese Maßnahme durch Steuergelder finanziert wird, die auf Basis des Haushalts des Sächsischen Landtags beschlossen wurden.