Indem der Künstler in seinen Bildern keine realen Orte zeigt, sondern Bildräume erzeugt, die zwischen realer Anmutung und Suggestion oszillieren, verweist er auf die Möglichkeit, Landschaft nicht als gegebene Wirklichkeit zu betrachten, sondern als Konstruktion – als Denkbild. Seine Malerei ist dabei weder nostalgisch noch rein konstruktiv. Sie schwingt zwischen Geste und Struktur, zwischen Flüchtigkeit und Substrat, zwischen Fläche und Raum – und nicht zuletzt zwischen der Sehnsucht nach Natur und dem Bewusstsein über ihre Konzeption. Somit sind diese Werke mehr als Bilder: Sie sind Angebote zum Betrachten, Erinnern und Verwerfen. Orte, die existieren und zugleich verschwinden. Einmal betreten, entziehen sie sich schon wieder – wie die Unschuld.
Landschaftsbilder werden häufig nach konkreten Vorlagen gemalt - nicht so bei Christian Manss. Der Künstler erfindet seine Ansichten völlig frei. In einem mehrstufigen Prozess erschafft er aus Gold und Schwarz felsig-karge Szenerien. Die Farben lässt er verlaufen und tilgt sie teilweise wieder. Geometrische Formen erscheinen als farbige Fremdkörper am Horizont, schieben sich in den Bildraum oder stehen unvermittelt in der Landschaft und hinterfragen damit deren Existenz. Das Gold scheint kostbar, ist aber vergänglich: AURUM VANITAS.

Termine zur Ausstellung

AURUM VANITAS – Malerei von Christian Manss
Eröffnung der Sonderausstellung im Projektraum »Neue Galerie«
Künstlergespräch in der Sonderausstellung
- Mit Christian Manss (Künstler) und Dr. Gisbert Porstmann (Direktor Städtische Galerie Dresden)

KunstImPuls »Innere Landschaften«
Workshop mit Christian Manss
Der KunstImPuls versteht sich als Workshop-Abend, an dem Sie selbst aktiv werden. Lassen Sie sich von der aktuellen Ausstellung und dem künstlerischen Schaffen von Christian Manss inspirieren. An diesem Workshop-Abend dreht sich alles um das Spiel mit »inneren Landschaften«.
Berge oder Strand? Stadt oder Land? Lassen Sie Ihre Hand und die Farbe entscheiden, wo die Reise hingeht! Ob auf Papier oder Leinwand, in Schwarz-Weiß oder Farbe, flüchtig oder penibel genau, mit Stift oder Pinsel – am Anfang ist da ein leeres Blatt, unsere Gedanken und der erste Strich – ein Abenteuer.
Christian Manss arbeitet oft intuitiv mit Landschaften. Sie werden Träger von Strukturen und Sehnsuchtsorten, in die er geometrische Formen und abstrakte Elemente einfügt. So entstehen Bilder, die zum Nachdenken anregen und sich zwischen Wirklichkeit und Fantasie bewegen.
- Mit Christian Manss (Künstler) und Claudia Meusel/ Franziska Schmidt (Kunstvermittlerinnen)
- Dauer: 3 Stunden
- Kosten: 10 € pro Person (inkl. Material)
- Treffpunkt: an der Kasse
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)