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Vielfalt zeigen,
Bildung erleben
KI generiert: Das Bild zeigt eine abstrakte Darstellung eines Berges, der in goldenen Tönen gehalten ist und sich von einem tiefblauen Hintergrund abhebt. Ein hellblaues Quadrat ist über dem Berg platziert und verleiht dem Bild eine moderne, geometrische Note.
Demnächst

AURUM VANITAS

Malerei von Christian Manss

23. Jan 10. Mai

Öffnungszeiten
Di – So / Feiertage: 10:00 – 18:00

Abweichende Öffnungszeiten:
24., 25., 31. DEZ: geschlossen
01. JAN: 14:00 – 18:00
Eintritt
8 € pro Person | 6 € ermäßigt
Freitag ab 12:00 freier Eintritt

Freier Eintritt mit Dresden-Pass und für Kinder unter 7 Jahren sowie weitere Ermäßigungen

Landschaftsbilder werden häufig nach konkreten Vorlagen gemalt - nicht so bei Christian Manss. Der Künstler erfindet seine Ansichten völlig frei. In einem mehrstufigen Prozess erschafft er aus Gold und Schwarz felsig-karge Szenerien. Die Farben lässt er verlaufen und tilgt sie teilweise wieder. Geometrische Formen erscheinen als farbige Fremdkörper am Horizont, schieben sich in den Bildraum oder stehen unvermittelt in der Landschaft und hinterfragen damit deren Existenz. Das Gold scheint kostbar, ist aber vergänglich: AURUM VANITAS.

KI generiert: Das Bild zeigt eine abstrakte Darstellung eines Berges, der in goldenen Tönen gehalten ist und sich von einem tiefblauen Hintergrund abhebt. Ein hellblaues Quadrat ist über dem Berg platziert und verleiht dem Bild eine moderne, geometrische Note.Christian Manss, Von Blau zu Blau, 2025

Seit 2023 beschäftigt sich Christian Manss intensiv mit der Frage, wie Landschaft in der Malerei erzeugt wird – als Wahrnehmungsraum, nicht als Abbild. Seine Gemälde entstehen ohne fotografische oder reale Vorlage. Die dargestellten Topografien sind Erfindungen: Möglichkeitsräume, die durch das Zusammenspiel von Fläche und Farbe sowie Bewegung und Unterbrechung entstehen. 

Der Künstler arbeitet mit weichen, teilweise transparenten Schichtungen, lässt Farbe ansetzen und verlaufen. Eine zentrale Intervention innerhalb des Malprozesses ist das gezielte Wegspülen von Farbe und zwar nicht als zerstörerischer, zufälliger Akt, sondern als konzeptioneller Schritt: Christian Manss nutzt Wasser, um bestimmte Schichten bewusst zurückzunehmen, neue Räume zu öffnen und den Bildgrund erneut durchscheinen zu lassen. So erzeugt er Bildflächen, die in ein Spannungsfeld zwischen Aufbau und Auflösung geraten. 

Diese Methode verbindet sich mit der Integration von abstrakten, oft geometrischen oder blockartigen Elementen, die in die Imagination der Landschaft eintreten. Sie führen ein Eigenleben: sie markieren, irritieren oder rhythmisieren. Auf diese Art und Weise entsteht eine dialektische Spannung zwischen Fläche und Geste, zwischen Aufbau und Erosion, zwischen Bild und Bildhaftigkeit.

Die Titel der Bilder – etwa »Das letzte Tal, dann nur noch Gipfel«, »Schwarz ist die See«, »Tief im Glas verliert das Klopfen seinen Klang« – verstärken den Eindruck, dass es sich hier nicht um konkretes Gelände handelt, sondern um begriffliche Anker. Sie sind Angebote zur Interpretation. Christian Manss selbst spricht von »Erinnerungsmaterial« – etwas, das jedem zur Verfügung steht und doch keine feste Verankerung hat. 

Indem der Künstler in seinen Bildern keine realen Orte zeigt, sondern Bildräume erzeugt, die zwischen realer Anmutung und Suggestion oszillieren, verweist er auf die Möglichkeit, Landschaft nicht als gegebene Wirklichkeit zu betrachten, sondern als Konstruktion – als Denkbild. Seine Malerei ist dabei weder nostalgisch noch rein konstruktiv. Sie schwingt zwischen Geste und Struktur, zwischen Flüchtigkeit und Substrat, zwischen Fläche und Raum – und nicht zuletzt zwischen der Sehnsucht nach Natur und dem Bewusstsein über ihre Konzeption. Somit sind diese Werke mehr als Bilder: Sie sind Angebote zum Betrachten, Erinnern und Verwerfen. Orte, die existieren und zugleich verschwinden. Einmal betreten, entziehen sie sich schon wieder – wie die Unschuld.

Termine zur Ausstellung

Do / 22. Jan
19:00
KI generiert: Das Bild zeigt eine abstrakte Darstellung einer Berglandschaft in Gelb- und Schwarztönen, ergänzt durch zwei farbige geometrische Formen, ein rotes Rechteck und ein blaues Trapez. Es kombiniert natürliche Formen mit geometrischen Elementen und lebendigen Farben.
AURUM VANITASMalerei von Christian Manss

Eröffnung der Sonderausstellung im Projektraum »Neue Galerie«

Künstlergespräch in der Sonderausstellung 

  • Mit Christian Manss (Künstler) und Dr. Gisbert Porstmann (Direktor Städtische Galerie Dresden)
Do / 16. Apr
17:00
Mit Anmeldung
KI generiert: Das Bild zeigt eine abstrakte Darstellung eines Berges, der in goldenen Tönen gehalten ist und sich von einem tiefblauen Hintergrund abhebt. Ein hellblaues Quadrat ist über dem Berg platziert und verleiht dem Bild eine moderne, geometrische Note.
KunstImPuls »Innere Landschaften«

Workshop mit Christian Manss

Der KunstImPuls versteht sich als Workshop-Abend, an dem Sie selbst aktiv werden. Lassen Sie sich von der aktuellen Ausstellung und dem künstlerischen Schaffen von Christian Manss inspirieren. An diesem Workshop-Abend dreht sich alles um das Spiel mit »inneren Landschaften«.

Berge oder Strand? Stadt oder Land? Lassen Sie Ihre Hand und die Farbe entscheiden, wo die Reise hingeht! Ob auf Papier oder Leinwand, in Schwarz-Weiß oder Farbe, flüchtig oder penibel genau, mit Stift oder Pinsel – am Anfang ist da ein leeres Blatt, unsere Gedanken und der erste Strich – ein Abenteuer.

Christian Manss arbeitet oft intuitiv mit Landschaften. Sie werden Träger von Strukturen und Sehnsuchtsorten, in die er geometrische Formen und abstrakte Elemente einfügt. So entstehen Bilder, die zum Nachdenken anregen und sich zwischen Wirklichkeit und Fantasie bewegen.

  • Mit Christian Manss (Künstler) und Claudia Meusel/ Franziska Schmidt (Kunstvermittlerinnen)
  • Dauer: 3 Stunden
  • Kosten: 10 € pro Person (inkl. Material)
  • Treffpunkt: an der Kasse
  • Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)