Eine der Entdeckungen aus unserer Ausstellung »Echtzeit« ist die Malerin Grit Richter. Sie hat einen Weg gefunden, Emotionen auf die Leinwand zu bringen und dabei eine Bildsprache entwickelt, welche die Frage nach Figuration oder Abstraktion auf eine ganz eigene Weise beantwortet.
»Ich glaube daran, dass Kunst auf einer universellen Ebene agiert, die sich über gesellschaftliche Grenzen hinwegsetzen und das Verbindende in uns sichtbar machen kann. Wir können den Herausforderungen unserer Zeit nur mit kraftvoller Weichheit und Menschlichkeit begegnen. Soft Power steht für diese beharrliche Stärke, die Hoffnung und Verbundenheit sichtbar macht.«
Ihre Bilder sind Konstruktionen, bei denen sie sich von ganz verschiedenen ästhetischen Elementen der Kunst inspirieren lässt, so z. B. von den glatten Oberflächen der Pop-Art und der semantischen Unbestimmtheit des Surrealismus. Wichtige Bildthemen sind Liebe und Intimität. Gefühle wie Zerbrechlichkeit, Erschöpfung und Verbundenheit scheinen von ihren Bildern aufgenommen und zurückgestrahlt zu werden – und dies ganz wörtlich, denn ein wie von innen kommendes phosphoreszierendes Leuchten ist eines der Charakteristika von Grit Richters Farbregie.



